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Bochumer Bruch
Klettern und Naturschutz im Bochumer Bruch
Der Bochumer Bruch in Wülfrath (Kreis Mettmann) ist ein alter Kalksteinbruch mit bis zu 50 Meter hohen Felswänden, den der DAV-Landesverband im Jahr 2004 erworben hat, um dort das Klettern zu ermöglichen und zugleich die Natur in dem Gebiet zu schützen. Vorausgegangen waren jahrelange Verhandlungen mit Behörden und Naturschutzverbänden, die schließlich in einen Naturschutzvertrag mit dem Kreis Mettmann mündeten.

Inzwischen sind im Bochumer Bruch etwa 50 Kletterrouten entstanden, die zum Teil über zwei Seillängen bis kurz unter den Felskopf führen. Das Gelände hat alpinen Charakter und spricht vor allem Kletterer mit Vorstiegserfahrung an, die hier ein interessantes Trainingsgelände in schöner Natur vorfinden.

Beim Bochumer Bruch ist es gelungen, Klettern und Naturschutz so miteinander in Einklang zu bringen, dass beide Seiten gewinnen. Im Wege einer Selbstbeschränkung des DAV werden nur etwa fünf Prozent der Fläche des 22 ha großen Gebietes betreten, und nur ein Teil der Felsen wird erschlossen. Wenn sich die Kletterer zum Schutz der Natur auch an eine Vielzahl von Regeln halten müssen, so wird deren Notwendigkeit doch anerkannt. Herzstück der Konzeption ist die Besucherbegrenzung. So kann nur klettern bzw. das umzäunte Gebiet mit einem Zahlencode betreten, wer sich zuvor im Internet angemeldet und im Sommerhalbjahr auch einen Kostenbeitrag entrichtet hat.

Das Konzept geht auf: Seit der Eröffnung des Klettergebiets hat das dort heimische Uhupärchen jedes Jahr Nachwuchs aufgezogen, und auch die wilden Nutzungen in der sensiblen Bruchsohle kommen so gut wie nicht mehr vor. Durch behördlich abgestimmte Pflegemaßnahmen wirken die Kletterer aktiv am Schutz der örtlichen Fauna und Flora sowie an Biotopverbesserungsmaßnahmen mit.
Wer im Bochumer Bruch klettern möchte, erfährt Näheres unter der von der Arbeitsgruppe Bochumer Bruch unterhaltenen Internetseite
Kontakt:
Georg Görtz
E-Mail: georg.goertz@dav-nrw.org
