Bundesverdienstkreuz für DAV-Ehrenvorsitzende Heidi Cremer
Auszeichnung für ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle des Deutschen Alpenvereins
18.10.2011

Düren. - Große Ehre für Heidi Cremer: Die Ehrenvorsitzende der Sektion Düren des Deutschen Alpenvereins wird heute in Düren für ihr langjähriges, aufopferungsvolles Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Überreicht werden ihr Orden und Urkunde durch Landrat Spelthahn des Kreises Düren.
Schon kurz nach ihrem Einstieg 1970 in die Jugendgruppe Düren des Deutschen Alpenvereins übernahm Heidi Cremer Verantwortung und das obwohl sie sich gegenüber einer Freundin mit den Worten äußerte: “So ein Verein ist aber eigentlich nichts für mich.“
Trotz anfänglicher Skepsis wurde daraus eine Liebe fürs Leben. Heidi Cremer übernahm sehr schnell Aufgaben in der Jugendarbeit. Ende 1975 wurde sie dann nach einer Aktion der Jugend 2. Vorsitzende und vier Jahre später war der Schritt von der 2. zur 1. Vorsitzenden nicht mehr weit.
Schon damals gab es einen Arbeitskreis „Klettern und Naturschutz in der Eifel“ in dem Heidi Cremer aktiv mitwirkte. Während ihrer Amtszeit erwarb die Sektion Düren ein altes Haus in Düren und baute es als Sektionshaus um. Mit der sich in ganz NRW entwickelnden Kletterproblematik, die zum Teil dramatische Ausmaße annahm.
Als Josef Klenner Vorsitzender des Hauptvereins wurde und Erwin Rothgang seine Nachfolge antrat, wurde Heidi Cremer 2. Vorsitzende des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen des DAV. Mit Übernahme der Verantwortung für „Naturverträgliches Klettern in der Eifel“ wurde sie berühmt-berüchtigt. Sie kämpfte an allen Fronten. Und obwohl das Ziel ihrer Arbeit stets ein Ausgleich der berechtigten Interessen sowohl des Naturschutzes als auch des Klettersports war, musste sie aus beiden Lagern mit Widerständen, verbalen und tätlichen Angriffen umgehen. Sie lag im Krankenhaus und stand auch vor Gericht. Das alles hat sie aber nicht davon abgehalten, sich weiter für die ihrer Überzeugung nach richtige Lösung einzusetzen.
1995 übernahm die Sektion Düren vom Kreis Düren das Pförtnerhaus der Burg Nideggen, welches aus einem denkmalgeschützten Hohlkörper bestand und machte daraus in mühevoller Arbeit eine Bergwachtunterkunft und „allgemein zugängliche Mittelgebirgshütte“.
Nach 12 Jahren als 2. Vorsitzende wurde sie 1. Vorsitzende des Landesverbandes NRW und übte dieses Amt bis Nov. 2009 aus. „Heidi Cremer hat sich diese hohe Auszeichnung verdient. Sie hat Ihre Aufgaben im Deutschen Alpenverein stets mit sehr viel Engagement und vor allem mit Freude und Menschlichkeit wahrgenommen, “ so Sebastian Balaresque, der heutige 1. Vorsitzende des DAV-Landesverbandes. „Wir freuen uns mit Heidi Cremer und gratulieren ihr ganz herzlich.“
Zurzeit vertritt Heidi Cremer noch den Landesverband Nordrhein-Westfalen des Deutschen Alpenvereins gegenüber dem Landessportbund als Frauenbeauftragte. Sie ist nach wie vor unermüdlich um die Belange des DAV und insbesondere der Sektion Düren, seit 2004 auch als Ehrenvorsitzende, tätig und vertritt die Sektion immer wieder bei offiziellen Anlässen.
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