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Informationen zum Vogel- und Naturschutz
Die Mauereidechse ist Reptil des Jahres 2011
Die Mauereidechse (Podarcis muralis) ist das Reptil des Jahres. In Nordrhein-Westfalen kommen die
Echsen hautsächlich in klimatisch begünstigten Gebieten des Siebengebirges und der Nordeifel vor. Kletterer bekommen die Tiere gelegentlich in Baden-Württemberg im Battert, an den Felsen im Murgtal, in den Hessigheimer Felsengärten und im Schriesheimer Steinbruch zu Gesicht. Die Wärme liebende Mauereidechse ist tagaktiv und sehr flink ("podarcis" heißt soviel wie schnellfüßig). Ihr schlanker Körper und die langen Zehen ermöglichen ein sehr gutes Klettern, sogar kopfüber an senkrechten Felswänden. Die Spezies ist in der Roten Liste des Landes als "stark gefährdet" eingestuft. In der Artenliste der Flora-Fauna-Habitat Richtlinie ist die Mauereidechse als eine streng zu schützende Tierart eingestuft.
Der Ameisenlöwe ist "Insekt des Jahres 2010"
Als Ameisenlöwe wird die Larve der Ameisenjungfern (Myrmeleontidae) bezeichnet, die eine Familie der Insekten aus der Ordnung der Netzflügler darstellen.

Der Ameisenlöwe
Innerhalb der Netzflügler bilden die Ameisenjungfern die artenreichste und am weitesten verbreitete Gruppe, ein evolutionärer Erfolg, der ganz wesentlich auf die Lebensweise der Larven zurückgeführt wird. Ein Großteil der Arten (deren Larven ausschließlich räuberisch leben) hat mit der Besiedlung von Sandlebensräumen nämlich eine neue ökologische Nische erschlossen. Eine besonders weit entwickelte Form der Anpassung ist dabei der Beutefang mittels selbstgegrabener Trichter im lockeren Sand. Dieses ungewöhnliche Verhalten war bereits lange vor einer systematischen entomologischen Forschung bekannt und hat sowohl Eingang in Mythen und Legenden gefunden wie auch immer wieder wissenschaftliches Interesse geweckt. In vielen Sprachen steht die entsprechende Übersetzung des Wortes „Ameisenlöwe“ als alleinige Bezeichnung der Tiergruppe zur Verfügung und wird auch für die weniger bekannten, erwachsenen Tiere, die Ameisenjungfern, verwendet.

Kokon im Sand
Auch in manchen Felsgebieten, wie z.B. den Buntsandsteinfelsen in Nideggen (Nordeifel), kommen diese seltenen Arten vor. Typischer Lebensraum sind aber Binnendünen an Nord- oder Ostsee.

Typischer Lebensraum Binnendüne
Quelle: Wikipedia 2010
Dezember 2009: Vögel in Deutschland 2009 - Statusreport des Bundesamtes für Naturschutz
Den 30. Geburtstag der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union in diesem Jahr nimmt das Bundesamt für Naturschutz zum Anlass, zur Bestandsentwicklung der Brutvogelarten Deutschlands einen Statusreport vorzulegen.

Foto: Joachim S. Müller
Wesentliches Ziel der Vogelschutzrichtlinie ist, die „Bestände aller wildlebenden, heimischen Vogelarten auf einem Stand zu halten oder auf einen Stand zu bringen, der insbesondere den ökologischen, wissenschaftlichen und kulturellen Erfordernissen entspricht“.
Dieses Ziel ist, trotz vielfältiger Bemühungen, noch lange nicht erreicht. Vor allem die zeitlichen Verzögerungen bei der Umsetzung zur Einrichtung von Schutzgebieten haben zur Verschlechterung der Situation bei vielen Arten geführt.
Erfreulich ist aber, dass bei den Felsbrütern unter anderen Standortverbesserungen die Einführung von flexiblen Schutzzeiten zu einer Verbesserung der Bestandssituation geführt hat. So haben sich nun bei den ehemals stark bedrohten Arten Wanderfalke und Uhu die Populationen sehr gut erholt und beide Arten werden in der Roten Liste als ungefährdet eingestuft.
Es gibt aber noch viel zu tun, um die Bestände langfristig zu sichern. Besondere Artenhilfsprogramme oder Vertragsnaturschutz kann in vielen Bereichen zur Verbesserung der Habiate, auch außerhalb von Schutzgebieten, beitragen. Hier finden sich für die Naturschutzarbeit reichhaltige Betätigungsfelder.
