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Rahmenvereinbarung Klettern & Naturschutz in Nordrhein-Westfalen
Klettersport in der Natur auf Dauer gesichert - Umwelt- und Innenminister unterzeichnen Vereinbarung
Das Umweltministerium und das Innenministerium beschließen mit den Kletterverbänden Interessengemeinschaft Klettern und dem Deutschen Alpenverein eine Rahmenvereinbarung zum Klettern in den Felsarealen in Nordrhein-Westfalen. Hiermit wird die Grundlage geschaffen, in Zukunft mehr naturverträgliche Möglichkeiten zur Ausübung des Klettersports wohnortnah zu schaffen. Die Landesregierung und die Kletterverbände kommen darin überein, dass stillgelegte Steinbrüche, aber auch Felsareale in Naturschutzgebieten in Zukunft vermehrt für den Klettersport genutzt werden können. Dabei soll der Naturschutz nicht zu kurz kommen. Dafür sorgen vor allem Kletterkonzeptionen, welche die Interessen zwischen Naturschutz und den Anforderungen des Klettersports ausgewogen berücksichtigen.
Großer Wert wird auf ein ausreichendes Angebot an wohnortnahen Möglichkeiten zum Klettern gelegt. Damit können nicht nur Aufwand und Kosten durch lange Anfahrten in die Klettergebiete vermieden werden, es wird hier auch ein erheblicher Beitrag zur Reduzierung von klimaschädlichen CO2-Emissionen geleistet. Zudem wird für viele Jugendliche und junge heranwachsende Kletterer überhaupt erst die Ausübung des Klettersports ermöglicht.
Hervorzuheben wären auch die Entwicklungschancen für den Tourismus, da die Felsgebiete oft in strukturschwachen Regionen liegen. In diesen Regionen ist der Tourismus oft ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, der durch zusätzliche Attraktionen wie dem Natursport Klettern gestärkt werden wird.
Die Kletterverbände sind der Landesregierung sehr dankbar, mit dieser Rahmenvereinbarung endlich eine solide Basis für zukünftige Kletterregelungen geschaffen zu haben. Leider haben sich die Naturschutzverbände dieser Vereinbarung nicht angeschlossen, was die Kletterverbände sehr bedauern. Wir möchten aber hervorheben, dass in den Sitzungen im Arbeitskreis sehr wohl die Bereitschaft der Naturschutzverbände für einen Kompromiss vorhanden war, der offensichtlich jedoch durch einige wenige, nicht zum Kompromiss fähige Hardliner verhindert worden ist. Der Deutsche Alpenverein und die Interessengemeinschaft Klettern hoffen jedoch, im Sinne von naturverträglichen Lösungen in Zukunft auf eine Zusammenarbeit mit dem Naturschutz.

v.l.n.r. Fritz Blach (DAV), Paul H. Steinacker (IG-Klettern), Innenminister Dr. Ingo Wolf, LMR Annemarie Erlenwein, Staatsekretär H. Palmen (IM), Mitarbeiterin (IM), Umweltminister Eckhard Uhlenberg, Jürgen Guntermann (DAV), MdL Hubert Kleff
Mai 2007
